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DER SCHNEE WIRD ZUR LEBENSGEFAHR Ein Mäusebussard profitiert von einer Fütterung vor der Greifvogelstation Berg am Irchel. Full view

DER SCHNEE WIRD ZUR LEBENSGEFAHR

Greifvögel und Eulen sind im Winter besonders gefährdet. So bestimmt das Wetter grösstenteils, ob sich die Vögel ausreichend ernähren können. Die gegenwärtige Schneemenge erschwert die Futtersuche der Greifvögel und Eulen ungemein.

Im Januar war es soweit: Beinahe die ganze Schweiz wurde mit Schnee eingedeckt. Was die einen erfreut, erschwert das Leben der anderen. Greifvögel, welche Mäuse zuoberst auf ihrem Speiseplan haben, tun sich oftmals schwer, genügend Nahrung zu finden. Die Greifvogelstation Berg am Irchel spürt dies anhand eines Zugangs der Patientenzahlen. So verzeichnen wir ab dem dritten Tag nach dem Wintereinbruch täglich mehr Patienten.

Betroffen sind insbesondere die Mäusebussarde. Die Bussarde suchen in diesen Tagen oftmals nach Mäusen – vergeblich. Die überlebenden Mäuse verbergen sich in Höhlen und Tunnels unterhalb des Schnees, sodass es für die Vögel quasi unmöglich wird, sie zu erspähen. Da die Mäusebussarde eher scheue Tiere sind, kommen sie selten in Richtung von Siedlungen, wo sie allenfalls von Fütterungen profitieren könnten.

Viele Vogelarten haben es in diesen Tagen schwer. So sind nebst den Mäusebussarden, die Rotmilane und Schleiereulen besonders betroffen. Die Eulen profitierten früher von offenen Scheunen, wo sie sich im Winter einquartierten und Nahrung fanden. Heute werden die Tore zu Scheunen jedoch vermehrt geschlossen. Besser haben es Arten, welche Tiere fressen, die sichtbar bleiben (wie zum Beispiel andere Vögel). So haben es etwa Turm- und Wanderfalken, Sperber, Habichte oder Uhus leichter, die Schneedecke unbeschadet zu überstehen.

> Was sie über die Fütterung von Greifvögel wissen sollen
> Artikel in der Andelfinger Zeitung «Vögel leiden unter dem Winter»