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EINE ODE AN DIE «ZIVIS» Ein ausgehungerter Mäusebussard wird von den Zivis (Andreas Vogel, Jan Kobza v.l.n.r.) per Hand mit Fleisch gefüttert. Full view

EINE ODE AN DIE «ZIVIS»

Die Greifvogelstation Berg am Irchel ist in der erfreulichen Lage, Zivildienstleistende beschäftigen zu können. So kann die Station immer auf die kompetente und engagierte Unterstützung mindestens eines «Zivis» zählen.

Eher «drübergestolpert» als gesucht: Die Zivildienstleitenden der Greifvogelstation Berg am Irchel hatten noch vor weniger Zeit keine grossen Berührungspunkte mit Greifvögeln und Eulen. Heute jedoch bewältigen sie den Alltag in der Station mit viel Engagement und Leidenschaft. So bringt Andi Lischke, der Leiter der Station, den Männer jeweils alles bei, damit diese Fütterungen und Unterhaltsarbeiten selbstständig erledigen können. Die Zivis werden so schnell zu Lischkes rechter Hand, assistieren auch bei Führungen, der Arbeit mit Freiwilligen und bei der Behandlung und der Pflege der fedrigen Patienten. Dass dafür eine grosse Portion an Fachwissen nötig ist, versteht sich von selbst.

So erstaunt es auch nicht, dass Jan Kobza mit den Tieren umgeht, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Der angehende Student verbrachte grosse Teile seines Zivildienstes in der Station. Er mag die Arbeit so, dass er sich gar als Freiwilliger für diverse Einsätze neben dem Pflichtdienst gemeldet hat. Man merkt ihm an, dass er den Hörsaal nur ungern mit der Station tauscht. So erzählt er witzige Anekdoten aus seiner Zeit in Berg am Irchel. Etwa, als ein Rotmilan beim Eintreten in die grosse Voliere die Freiheit roch und kurzerhand ausbrach. Beim Ausbruch flog das Tier jedoch so nah an Jan vorbei, dass der angeborene Gefahrenreflex des Tieres, das Totstellen, einsetzte. Der geflohene Milan konnte so glücklicherweise einfach wieder in die Voliere zurückgetragen werden.

Auch Andreas Vogel, ein studierter Klavier-Pädagoge, verbringt seinen langen Einsatz des Zivildienstes in der Greifvogelstation. So darf Andi Lischke bis im Juli dieses Jahres auf seine Unterstützung zählen. Erst in den Anfängen seines Einsatzes hofft Andreas auf einen Arbeitseinsatz, welcher ihn persönlich weiterentwickeln lässt und gleichzeitig gesellschaftlich wertvoll ist. Der Grundstein – die Faszination für Greifvögel und Eulen – hat Andreas aus den Ferien in Schottland mitgebracht, wo er bereits erste Erfahrungen mit den Tieren sammeln konnte. Durch Andi Lischke und Jan Kobza vorbereitet, wird Andreas von nun an viele alltägliche Arbeiten selbst erledigen können und im Sommer dann an seinen Nachfolger übergeben.

Wir sind allen «Zivis», welche Einsätze in der Greifvogelstation leisten äusserst dankbar. Uns beeindruckt immer wieder, welches Know-How und welche Freude an der Arbeit die Leistenden innerhalb kurzer Zeit aufbauen können.

> Freiwilligenarbeit und Zivildienst in der Greifvogelstation
> Die Pflege, ein Teil der Arbeit in der Greifvogelstation