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ERHÖHTE SICHERHEIT WEGEN H5N8 Andi Lischke entnimmt einem neuen Patienten Kotproben, um ihn auf den Vogelgrippenvirus H5N8 zu testen. Full view

ERHÖHTE SICHERHEIT WEGEN H5N8

In der letzten Zeit wurden vermehrt Fälle bekannt, bei denen Wildvögel, vor allem Wassergeflügel, an dem Vogelgrippe-Virus H5N8 gestorben sind.  Deshalb rüstet auch die Greifvogelstation Berg am Irchel auf. Seit diesen Tagen ist eine Quarantänestation eingerichtet.

Die neu eingerichtete Quarantänestation dient als Aufnahmeräumlichkeit aller neuer Patienten. Die verletzten und/oder geschwächten Greifvögel und Eulen werden ab sofort vorerst  in dieses räumlich abgetrenntes Gehege aufgenommen und versorgt. Zur medizinischen Erstversorgung gehört nun auch die Durchführung eines Schnelltestes, welcher die Existenz des H5N8-Virus belegen würde. Erst im Anschluss werden die nicht infizierten Tiere in die Station aufgenommen oder aber im Falle einer Ansteckung in das Tierspital Zürich eingeliefert.

Dieses Vorgehen stellt sicher, dass die anderen Greifen und Eulen in Behandlung nicht mit infizierten Patienten in Kontakt kommen. Da sich der Virus nach jetzigem Wissensstand über das Fressen von infiziertem Aas unter den Greifvögeln weiterverbreitet, ist dieses Prozedere als vorsorgliche Sicherheitsmassnahme zu beurteilen. Andi Lischke, dem Leiter der Greifvogelstation, ist es wichtig zu erwähnen, dass der H5N8-Virus, anders als zum Beispiel der H5N1-Virus, bisher nicht auf den Menschen übertragbar ist. Auch sind Greifvögel nur sehr selten von dem Virus infiziert. Er weist trotzdem darauf hin, dass bei Kontakt mit Greifvögeln und Eulen zur Zeit Handschuhe getragen werden sollen, damit jegliches Risiko ausgeschlossen werden kann.

Die Greifvogelstation Berg am Irchel befindet sich im engem Austausch mit dem Tierspital Zürich und dem Veterinäramt Zürich. Jeder Fall von H5N8 wird diesen beiden Stellen sofort gemeldet. Bisher wurden in der Greifvogelstation zwei Greifvögel eingeliefert, bei welchen der Virus nachgewiesen werden konnten. Beide Tiere stammten aus der Bodenseeregion und sind an den Folgen der Infektion gestorben.

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