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INSELN FÜR ORANG-UTANS Die Inseln für die permanenten Bewohner befinden sich derzeit im Bau. Full view

INSELN FÜR ORANG-UTANS

Unser Orang-Utan-Schutzprogramm (SOCP) plant in Sumatra ein Refugium für Orang-Utans, die wir aus diversen Gründen nicht mehr in die freie Wildbahn entlassen können.Im «Orangutan Haven» werden sie auf künstlich angelegten Inseln leben, wo sie von einem Gehweg aus beobachten werden können. Besucher und Besucherinnen lernen anhand dieser tragischen Schicksale, welch fatale Konsequenzen menschliches Handeln für die Orang-Utans und ihren Lebensraum hat.

Im Juli 2017 fuhren die Bagger auf und begannen mit der Arbeit. In den kommenden Monaten verwandeln sie das ehemalige Reisfeld auf dem Gelände des «Orangutan Haven» in eine Insellandschaft. Fünf Meter breite und eineinhalb Meter tiefe Wassergraben dienen als natürlicher Zaun, denn Orang-Utans sind extrem wasserscheu. Ein Höhenunterschied von mehreren Metern und ein System von Dämmen sorgen dafür, dass das Wasser konstant fliesst. Die neun Inseln sind zwischen 600 und 1000 Quadratmeter gross und werden später mit Bäumen bepflanzt und mit künstlichen Kletterstrukturen versehen. Eine Insel kann mehrere Orang-Utans beherbergen, vorausgesetzt, sie verstehen sich gut miteinander. Nebst den Inseln entsteht momentan im Oberlauf des Baches ein Absatzbecken, in dem sich später Sedimente ablagern sollen. Noch in diesem Jahr ist auch die Erstellung von Behausungen für die Orang-Utans vorgesehen, in welchen sie die Nacht verbringen und – wenn nötig – ihre medizinische Behandlung erhalten werden.

Suherry Aprianto, Projektleiter und Mitarbeiter der ersten Stunde bei unserer Partnerorganisation YEL, ist zufrieden mit dem Projektfortschritt: «Obwohl wir unter schwierigen Bedingungen arbeiten, können wir den Zeitplan einhalten.» Der vorhandene morastige Untergrund der Reisterrassen sei eine grosse Herausforderung für die Landschaftsgestaltung. Hinzu kämen die heftigen und plötzlich eintretenden tropischen Regenfälle, die die Baggerarbeiten zusätzlich erschwerten. «Bleiben wir weiterhin auf Kurs, so können wir die ersten Orang-Utans Ende 2018 übersiedeln», freut sich Suherry.

Ausserdem sind auch die Arbeiten an einer 32 Meter langen Bambusbrücke weit fortgeschritten. Als «Tor» zum «Orangutan Haven» wird dieses elegante Bauwerk BesucherInnen aufzeigen, was die nachhaltige Ressource Bambus alles zu leisten vermag.

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