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NACH DEN GROSSEN BRÄNDEN IM LETZTEN JAHR: PALMÖL-FIRMA WURDE VERURTEILT Rodung des Regenwaldes in Tripa Full view

NACH DEN GROSSEN BRÄNDEN IM LETZTEN JAHR: PALMÖL-FIRMA WURDE VERURTEILT

Letzten Donnerstag erreichte uns eine tolle Neuigkeit: Nach dem Präzedenzfall von Kallista Alam vom letzten Jahr wurde nun eine weitere grosse Palmöl-Firma auf Sumatra verurteilt. Die Lobbyarbeit verschiedener NGOs, darunter auch PanEco, führte zu diesem erfreulichen Gerichtsentscheid.

Die Palmöl-Firma SPS2 wurde von einem lokalen Gericht für schuldig befunden und verurteilt. SPS2 ist eine Tochterfirma des Palmöl-Gigants «Astra Agro Lestari», einer der drei grössten Palmöl-Unternehmen in Indonesien. Sie wurde insbesondere für Brandrodungen in der Region Tripa verurteilt, die sie unter anderem auch ausserhalb ihrer Konzession durchgeführt wurden. Die Daten von PanEco und weiteren engagierten Organisationen führten zur Verurteilung. Mit den aufgezeichneten Daten konnte bewiesen werden, wo und wann genau illegale Brände zur Rodung gelegt wurden.

Die Strafe, zu der die Firma verurteilt wurde, beträgt drei Milliarden – umgerechnet rund 250‘000 US-Dollar Busse – sowie eine Gefängnisstrafe von drei Jahren für zwei Verantwortliche. Dies ist verglichen mit der Strafe, die im letzten Jahr dem Palmöl-Konzern Kallista Alam aufgesetzt wurde, nicht viel. Kallista Alam musste nämlich umgerechnet rund 28 Millionen US-Dollar bezahlen. Dennoch: Es setzt ein Zeichen für andere illegal tätige Unternehmen. Die Firma will nun Rekurs einreichen und somit vors Provinz-Gericht. Wenn dieses das Unternehmen ebenfalls für schuldig befindet, droht ihr eine noch grössere Strafe.

Aufgrund der verheerenden Brandrodungen, die jedes Jahr den Regenwald Indonesiens zerstören, führt PanEco und unsere Partner intensiv Lobbyarbeit gegen Palmöl-Unternehmen – insbesondere gegen solche, die in den Sumpfwäldern von Tripa roden.

> Erfahren Sie, was PanEco zum Thema Regenwaldschutz unternimmt