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EIN GROSSHERZOG ZU BESUCH IN DER GREIFVOGELSTATION Der Uhu wird auf Französisch «Grand Duc d’Europe» (Grossherzog Europas) genannt. Full view

EIN GROSSHERZOG ZU BESUCH IN DER GREIFVOGELSTATION

In der Schweiz gilt der Uhu als stark gefährdet. Darum ist jedes gerettete Tier ein grosser Beitrag zum Arterhalt. Das männliche Tier, welches sich in den letzten paar Wochen in der Greifvogelstation Berg am Irchel befand, hat sich bestens erholt und konnte erfolgreich wiederausgewildert werden.

Der besagte Uhu wurde flugunfähig am 11. Januar auf dem Boden eines Steinbruchs gefunden. Das Tier, vermutlich Opfer einer Kollision, hat Anzeichen eines Traumas aufgewiesen. Darum wurde es zur Pflege in die Greifvogelstation Berg am Irchel gebracht. Anfangs musste das recht grosse Männchen von Hand gefüttert werden. Nach einigen Tagen frass er selbstständig und verbrachte seine Tage in Ruhe alleine in einer Flugkammer. Anders als andere Eulen wurde er nicht in die Flugvoliere der Eulen umgesetzt. Denn für die anderen, kleineren Eulen wäre er als geschickter Jäger eine mögliche Gefahr.

Bei unserem Patienten bemerkte man kurz vor seiner geplanten Freilassung ein Problem der Atmung. Gleichzeitig wurde Durchfall festgestellt. Beim darauffolgenden medizinischen Check im Tierspital wurden Kot- und Blutproben entnommen, um Schlimmeres auszuschliessen. Die Resultate kamen wenige Tage später und die Ärzte gaben grünes Licht für die Freilassung. Am 31. Januar wurde das Uhu-Männchen am Fundort wieder freigelassen.

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In der Schweiz gilt der Uhu, die grösste Eule der Welt, als stark gefährdet. Sein Bestand hierzulande beträgt noch 200–230 Brutpaare. Menschliche Einflüsse stellen für die Tiere grosse Risiken dar. Verkehr, Stromleitungen und Lebensraumverlust werden ihnen oft zum Verhängnis. In der Greifvogelstation pflegen wir jedes Jahr nur etwa einen Vertreter ihrer Art.

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