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FLÄCHENVERGLEICH: RAPS- VS. PALMÖL Raps ist in der Schweiz die wichtigste Ölsaat: 75–80 tausend Tonnen Raps liefern Schweizer Bauern jährlich an die Ölfabriken. Full view

FLÄCHENVERGLEICH: RAPS- VS. PALMÖL

Palmöl boomt. Die Ölpalme gilt als die ertragsreichste Pflanze zur Herstellung von Pflanzenölen. Doch wie stehts tatsächlich um die Flächenerträge im Vergleich zum Schweizer Raps?

Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL wurde von der Palmöl-Koalition beauftragt, die Flächenerträge der heimischen Rapspflanze mit derjenigen, der Ölpalme zu vergleichen. Das numerische Resultat scheint ziemlich eindeutig: Die Ölpalme weist mindestens doppelt so hohe Flächenerträge auf wie die hiesige Rapspflanze. Wobei beachtet wird, dass die ersten 4–5 Jahre, eine Ölpalme nicht kommerziell nutzbar ist. Währenddessen man mit Raps bereits nach einem Jahr satte Erträge erwirtschaften kann.

Die Erträge des Palmöls variieren zudem ziemlich stark. Es sind insbesondere länder- und plantagenspezifische Unterschiede feststellbar. Da die Ölpalme zwischen 6 und 15 Jahren am ertragsreichsten ist, spielt die Altersstruktur einer Plantage eine zentrale Rolle. Dazu kommen vor allem noch die Wetterbedingungen, das Plantagenmanagement und ein Arbeitskräftemangel, welche die Erträge beeinflussen können.

Für die politische Diskussion, ob zunehmend einheimisches Rapsöl für den hiesigen Markt zur Substitution von importiertem Palmöl verwendet werden soll,  ist das «Flächenargument» unzureichend. Die ökologischen und sozialen «Begleiterscheinungen» des tropischen Ölanbaus sind mehrheitlich gravierend. Seien das die Verstösse gegen nationales und internationales Recht, die massiven Schäden an der Natur, das Freisetzen von CO2-Emissionen, massive Menschenrechtsverletzungen oder aber die gesundheitsschädigenden Bestandteile des Palmöls.

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> Kurzbericht des FiBls «Flächenerträge von Schweizer Rapsöl und Palmöl im Vergleich»