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«GOBER» IM SCHWEIZER FERNSEHEN Gober und Ginting kurz nach ihrer Freilassung im Regenwald Full view

«GOBER» IM SCHWEIZER FERNSEHEN

Heisser Fernseh-Tipp für einen gemütlichen Sonntag-Nachmittag: Die Dokumentarfilme über die Orang-Utan-Mutter «Gober» und ihre Zwillinge laufen am Sonntag im Schweizer Fernsehen.

In einer zweiteiligen Dokumentation wird die Geschichte der Orang-Utan-Dame «Gober» erzählt: Sie kam vor vier Jahren in die Quarantänestation des Sumatra-Orang-Utan-Schutzprogramms – am grauen Star erblindet. Dort trifft sie auf den ebenfalls blinden «Leuser» und bekommt von ihm Zwillinge, eine absolute Seltenheit unter Orang-Utans. Nach einer aufwändigen Augen-Operation  erlangte Gober das Augenlicht wieder und wird nun mit ihren beiden Jungen Ganteng und Ginting auf die Auswilderung vorbereitet. Zu Beginn des Jahres zogen Gober und Ginting in die Regenwälder, um ein eigenständiges Leben als wilde Orang-Utans zu führen. Ganteng blieb vorerst zurück in der Station, er war noch nicht bereit für diesen Schritt.

Verpassen Sie nicht, zuzuschalten:
SRF1 16:05–16:35 «Gober – Eine Orang-Utan-Geschichte»
SRF1 16:35–17:10 «Gober kommt frei»

Ist Ihr Sonntag schon verplant? Die beiden Filme sind auch als Podcast im Internet nachzuschauen:

Podcast: «Gober – Eine Orang-Utan-Geschichte»

Podcast: «Gober kommt frei»


Update der Orang-Utan-Familie

Die Geschichte um Gober und ihre Zwillinge geht aber noch weiter. Ein dritter Teil, in dem die Story nach einer bitter-süsse Wende Kurs auf ein Happy End nimmt, ist bereits in Planung.

Gober und Ginting schlugen sich nach ihrer Auswilderung in den Wäldern Nord-Sumatras prächtig. Doch nach knapp einem Monat wurde der leblose Körper von Ginting gefunden, ein riesiger Schock für alle Mitarbeitenden des Orang-Utan-Schutzprogramms, die mit dem aufgeschlossenen Jungtier gearbeitet und es ins Herz geschlossen hatten.

«Doch so ist der Lauf der Natur», erklärt Ian Singleton, Leiter des Schutzprogramms, schweren Herzens, «junge Orang-Utans fallen ab und zu von Bäumen.» Sie könnte einen falschen Ast erwischt haben oder sie wurde unbeabsichtigt hinuntergestossen, als ein männlicher Orang-Utan sich ihrer Mutter annäherte. Gober ist eine der wenigen fortpflanzungsfähigen Orang-Utan-Weibchen in der Region, und daher sehr attraktiv für die Männchen. Ian betont: «Die Wildnis ist letzten Endes doch wirklich wild.»

Das Team bestätigt, dass es Gober sehr gut gehe und sie ihr neues Leben in Freiheit geniesse. Und Leuser, der blinde Vater der Zwillinge, konnte im Sommer in ein neue Gehege umziehen und hat dort nun viel Platz für sich.

Der zurückgelassene Ganteng wird mutiger und selbstbewusster. Das Team des Orang-Utan-Schutzprogramms arbeitet täglich mit ihm: Er wird in den Wald begleitet, wo er auch schon den Kontakt mit anderen Orang-Utans sucht. Wir hoffen, dass er eines Tages von alleine seinen Freunden in den Wald folgen wird. Jess McKelson, die sich primär um Ganteng kümmert, ist zuversichtlich: «Wir wollen ihn nicht hetzen und geben ihm so viel Zeit, wie er braucht, damit er die besten Chancen hat, im Wald zu überleben.» Denn so wird es für diese einzigartige Orang-Utan-Familie doch noch ein glückliches Ende geben.

> Der ganze Blogeintrag von Ian Singleton