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HAPPY END FÜR WALDKAUZ AUS DEM TIERSPITAL der Waldkauz mit verheiltem Flügelbruch vor der lang ersehnten Freilassung Full view

HAPPY END FÜR WALDKAUZ AUS DEM TIERSPITAL

Nach einer Operation am rechten Flügel im Tierspital Zürich, ist ein Waldkauz Mitte August nach langer Genesungszeit freigelassen worden. Verletzt hatte sich der Waldkauz bei einer Kollision mit einem Auto, das kommt häufiger bei Vögeln vor. Man kann aber Massnahmen treffen, um tragische Unfälle zu vermeiden und die Vögel zu schützen.

Am 8.5.2020 wurde in Stallikon ein flugunfähiger weiblicher Waldkauz gefunden. Wie sich später herausstellte, konnte das Tier wegen eines Bruchs am rechten Flügel nicht mehr fliegen. Sofort wurde die Waldkauzdame in die Tierklinik Zürich gebracht, der Bruch geröntgt und anschliessend operiert und mit einem Fixateur, einer externen Haltevorrichtung, stabilisiert. Für die Waldkauzdame ging es die darauffolgenden zwei Monate sehr ruhig zu, damit der Bruch zuwachsen konnte. Gepflegt und umsorgt wurde sie bei uns in der Greifvogelstation Berg am Irchel. Ab dem 6.7.2020 durfte sie zu ihren Artgenossen in die Eulenvoliere der Station, wo sie dann kräftig fliegen übte. Nun aber fliegt die Waldkauzdame im Freien. Vom Bruch wird ihr nur eine Narbe am Flügel bleiben.

Der Waldkauz ist die meistverbreitete Eule der Schweiz. Die rot-braun gefiederten Tiere passen sich leicht an ihre Umgebung an. In der Schweiz sind sie sowohl im Wald als auch in Stadtparks in der Nähe von Menschen anzutreffen. Mäuse, Ratten und kleine Säugetiere stehen bei Waldkäuzen ganz oben auf der Nahrungsliste. Die nachtaktiven Eulen wiegen zwischen 330 und 590 Gramm, da lag unsere Waldkauzdame mit 585 Gramm im oberen Durchschnitt.

Unglücklicherweise sind Kollisions-Unfälle wie bei unserem Waldkauz keine Seltenheit. Die meisten eingelieferten Vögel werden mit Knochenbrüchen gebracht. Dies geschieht aufgrund von Kollisionen mit Fenstern oder Fahrzeugen. Vögel erkennen die durchsichtigen Scheiben oft gar nicht und versuchen durch die Scheiben durchzufliegen. Man kann aber solchen Situationen vorbeugen. Es gibt spezielle Folien für grosse Fenster, die die Scheibe von aussen undurchsichtig aussehen lassen. So erkennen die Vögel, dass sie dort nicht durchfliegen können. Aber auch mit Autos und Zügen haben viele Tiere ihre Mühe. Greifvögel können zum Beispiel die Geschwindigkeit des Wagens nur schlecht berechnen und sind so oft nicht in der Lage auszuweichen. Beide Kollisionsarten können fatale Folgen haben. Beim Autofahren das Licht anzulassen und vorsichtig zu fahren, kann das eine oder andere Tierleben retten. Wenn aber tatsächlich eine Kollision mit einem Greifvogel passieren sollte, melden Sie sich bei uns!

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