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KRISMON LERNT EIN AFFE ZU SEIN Krismon blickt in eine bessere Zukunft Full view

KRISMON LERNT EIN AFFE ZU SEIN

Ende Mai dieses Jahres kam Krismon in die Auffang- und Pflegestation in unserem Orang-Utan-Schutzprogramm in Sumatra. Nach jahrelanger Gefangenschaft durch den Menschen muss der knapp 20 Jahre alte Orang-Utan zuerst wieder zu Kräften kommen.

Krismon lebte bei einem Militärfunktionär in Gefangenschaft. Dessen Familie behandelte den Orang-Utan vorerst menschengleich. Als er noch klein war, lebte er mit der Familie im Haus, frass am Tisch und wurde gar mit in die Familienferien genommen. Erst als er grösser wurde, sperrte man ihn in einen viel zu kleinen Käfig, wo er fortan vor sich hin existierte und fast ausschliesslich Reis zu fressen bekam.

Nach der Konfiszierung des Tieres, bestätigte ein ausführlicher, routinemässig durchgeführter Gesundheitscheck auf der Station das Offensichtliche: Krismon konnte sich durch die Mangelernährung und die Bewegungseinschränkung kaum auf den Beinen halten. Die nächsten Monate standen und stehen immer noch im Zeichen der Pflege, damit ein «normales» Affenleben wieder möglich sein wird.

Die Geschichte von Krismon zeigt, wie schwierig die Arbeit der Auffang- und Pflegestation sein kann. Höchstwahrscheinlich wird dieser Orang-Utan nie mehr in der Lage sein, in der Freiheit alleine zu leben. Unsere Aufgabe ist es nun, dem Tier eine schöne Alternative zu bieten, indem er Affe sein kann, jedoch die Betreuung erhält, die er verdient. Glücklicherweise können –anders als in diesem Fall- die allermeisten Orang-Utans wieder ausgewildert werden.

> Bilder zur Konfiszierung von Orang-Utans in Sumatra
> In Planung: Der Orang-Utan-Haven für Tiere, die nicht mehr ausgewildert werden können