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SELTENER BESUCH VON BAUMFALKEN UND WESPENBUSSARD Noch dürfen sich die Patienten, wie dieser Baumfalke, bei uns in der Station erholen. Full view

SELTENER BESUCH VON BAUMFALKEN UND WESPENBUSSARD

Im September 2021 haben wir in der Greifvogelstation eher seltene Arten zur Pflege: zwei Baumfalken und neu ein Wespenbussard.

Auch Ende August 2021 ist mal wieder viel los in unserer Greifvogelstation Berg am Irchel. Neben Turmfalken, Mäusebussarden, Rotmilanen, Waldkäuzen und  weiteren Greifvogel-und Eulenarten nahm die Station auch zwei Baumfalken und einen Wespenbussard auf. Anfang August kam der erste Baumfalke in die Station und Ende August folgte der zweite sowie der Wespenbussard. Alle drei Vögel wurden flugunfähig am Boden gefunden und in die Greifvogelstation gebracht. Die drei Patienten entwickeln sich erfreulich gut und wir hoffen sie wieder auswildern zu können.

Um Vertreter dieser Greifvogelarten muss sich das Team der Greifvogelstation eher selten kümmern. So sind die Baumfalken und der Wespenbussard die ersten Vögel ihrer Art in diesem Jahr, die in die Greifvogelstation gebracht wurden. Insgesamt pflegten das Team der Greifvogelstation rund 70 Baumfalken seit der Gründung der Greifvogelstation vor 65 Jahren. Meistens handelte es sich hierbei um Jungvögel oder Verkehrsopfer. Die Zahl der Wespenbussarde, die in der Station gepflegt wurden, ist im Vergleich dazu nochmals geringer. Es waren erst 23. Dies waren öfters Jungvögel aus späten Bruten, die von ihren Eltern vor dem Flug nach Süden zurückgelassen wurden.

Baumfalken und Wespenbussarde gelten in der Schweiz als potenziell gefährdete Arten. Beide sind Langstreckenzieher. Der Baumfalke ernährt sich von Insekten und Vögeln. Die Nahrung des Wespenbussardes besteht auch aus Insektenbruten, vor allem Wespenbruten und Amphibien. Äusserlich ähnelt der Baumfalke einem Mauersegler. Entdeckt man ihn am Himmel so könnte man ihn, aufgrund seines eleganten Körperbaus und den sichelförmigen Flügeln, mit der bekannten Seglerart verwechseln. Der Wespenbussard hingegen erinnert an einen Mäusebussard, ist jedoch durch seine «taubenartige» Kopfform und den längeren Stoss gut erkennbar.

> Bitte unterstützen Sie unserer Arbeit mit einer Spende. Nur mit Ihrer Hilfe können wir diese seltenen Greifvögel gesund pflegen und wieder auswildern.
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