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ZIVIS ALS UNVERZICHTBARE HILFE Wachablösung in der Greifvogelstation: Tobias Meier übernimmt von Dario Vareni. Full view

ZIVIS ALS UNVERZICHTBARE HILFE

Mitte September musste sich das PanEco-Team von einem Zivi verabschieden. Dario prägte drei Monate die Arbeit in der Greifvogelstation Berg am Irchel wesentlich mit. Tobias übernimmt.

Sie sind fünf Tage die Woche in der Station. Ihre Hauptaufgabe ist die Tierpflege, dazu gehören auch das Putzen der Boxen und die Fütterung der Tiere. Sie übernehmen Wochenendeinsätze. Sie beobachten unsere Patienten und melden Auffälligkeiten an Andi Lischke oder Mark Ormiston, die Vogelexperten der Station.  Zudem pflegen und halten sie die Volieren und die Umgebung der Station in Stand. Die Arbeit der Zivildienstleistenden der Greifvogelstation ist äusserst wertvoll! Pro Jahr beschäftigen wir drei bis vier «Zivis» in der Station, es sind allesamt Männer, welche sich für einen Zivildienst-Einsatz anstatt für das Absolvieren der Wehrpflicht in der Schweizer Armee entschieden haben. Ihre Motivationsgründe und beruflichen Ausbildungshintergründe sind divers. So konnten wir schon von der eifrigen Mitarbeit von 19-jährigen Maturanden oder vom Fachwissen fertig ausgebildeter Tierpfleger/Tierärzten profitieren. Mitte September mussten wir den 20-jährigen Klimaaktivisten Dario verabschieden. Dario wird abgelöst von Tobias, einem Medizintechniker, welcher sich die nächsten vier Monate um Mäusebussarde, Schleiereule und Co. kümmern wird.

Angesprochen auf seine Erwartungen bezüglich seines Einsatzes in der Station, meint Tobias: «Ich erhoffe mir spannende und abwechslungsreiche Arbeit in und mit der Natur, dass ich viel Neues über die Greifvögel in und um die Schweiz erfahren werde und mit etwas Glück auch seltene Arten pflegen kann.» Wenn man Dario Glauben schenken darf, werden sich diese Erwartungen erfüllen. Seine Einschätzung zu seiner Zeit in der Station: «Die Arbeit in der Greifvogelstation war für mich noch viel abwechslungsreicher als erwartet. Die Erfahrungen gehen weit über Vögel füttern und Boxen putzen hinaus. Man erhält einen wertvollen Einblick in die Funktionsweise einer Pflegestation, von der Einteilung der Ressourcen bis zur Finanzierung. Da von meiner Arbeit indirekt das Leben von Tieren abhängt, lernte ich, meine Verantwortung ganz neu wahrzunehmen. Ausserdem ist das Arbeiten mit Tieren unglaublich bereichernd und abwechslungsreich. Kein Tag ist gleich wie der Vortag, an jedem Tag warten neue Aufgaben und Herausforderungen. Am Anfang meines Einsatzes, als unsere Station von aus dem Nest gefallenen Jungtieren überflutet wurde, was an sich die schönsten Erlebnisse kreierte, fühlte ich mich mit meiner Energie oft am Anschlag. In dieser Zeit fühlte ich mich stets etwas ausgelaugt. Dafür kam etwa einen Monat später die Zeit, in der die Jungtiere zur Freilassung bereit waren und sich die Station allmählich leerte.»

Wir bedanken uns bei Dario Vareni für seinen grossen Einsatz! Zudem hoffen wir, dass sich Tobias bei uns wohlfühlen wird und wünschen Ihm einen guten Start.

> Unsere Arbeit: die Greifvogelpflege