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ZURÜCK IN DER HEIMAT: CITRAWAN UND BOBINA Die beiden Veterinärinnen der Quarantänestation mit Orang-Utan-Baby Citrawan Full view

ZURÜCK IN DER HEIMAT: CITRAWAN UND BOBINA

Gestern wurden zwei Orang-Utan-Babys in der Quarantänestation des Orang-Utan-Schutzprogrammes aufgenommen. Die beiden haben eine lange Reise aus Malaysia hinter sich.

Bei den beiden Orang-Utans handelt es sich um ein Männchen, namens Citrawan und einem Weibchen, namens Bobina. Die beiden jungen Menschenaffen haben für ihr knapp einjähriges Leben schon viel Schreckliches erlebt: Sie wurden wahrscheinlich kurz nach ihrer Geburt illegal nach Malaysia geschmuggelt, wo sie eigentlich für je rund 20‘000 Malaysische Ringgit (entspricht etwa 4500 Schweizer Franken) hätten verkauft werden sollen. Ende Juli konfiszierte die Behörde die Tiere in Malaysia, um sie in ihre Heimat zurück zu bringen.

Nach ihrer Ankunft in der Quarantänestation unseres Orang-Utan-Schutzprogrammes werden Citrawan und Bobina in die neue Baby-Anlage einziehen, um mit gleichaltrigen Orang-Utans spielen und lernen zu können. Wenn sie alt genug sind und vieles über das Orang-Utan-Dasein gelernt haben, werden sie in unsere Auswilderungsstation gebracht und im Schutzwald von Jantho freigelassen.

Junge Orang-Utans werden oft illegal als Haustiere gehalten. Meist unter der Voraussetzung, dass ihre Lebensräume zerstört und ihre Mütter getötet werden. Das Gesetz sieht bei Tötung, Haltung und Handel eines Orang-Utans eine Gefängnisstrafe von mindestens fünf Jahren und Strafzahlungen von umgerechnet 7000 CHF vor. Diese Gesetze werden jedoch nur selten durchgesetzt. So auch in diesem Fall: Die vier Männer wurden bisher nur zu je 45‘000 Malaysische Ringgit (entspricht knapp 10‘000 CHF) verurteilt. Weitere Gerichtsverhandlungen stehen noch aus.

Dr. Yenny Saraswati, Veterinärin des Orang-Utan-Schutzprogrammes ist glücklich über die Konfiszierung: «Wir freuen uns über jede Konfiszierung illegal gefangen genommener Orang-Utans. Es ist aber traurig zu wissen, dass noch immer so viele Orang-Utans als Haustiere gehalten werden. Diese beiden haben nun zumindest eine Chance, ein langes Leben in der Wildnis zu führen und somit dazu beizutragen, dass diese Spezies überlebt.»

> Orang-Utan-Schutzprogramm