Patientenzahlen 1978 bis 2025

Seit 1978 werden Patientendaten in der Greifvogelstation in Zahlen erfasst. Die Grafik zeichnet ein beeindruckendes Bild: bis im Jahr 2010 blieben die Patientenzahlen stabil zwischen 50 und 100 aufgenommene Tiere pro Jahr. Mit dem Umbau und der Professionalisierung der Station sowie der steigenden Bekanntheit nahmen die Patientenzahlen in den Folgejahren rasant zu und erreichten 2021 ihren bisherigen Höchststand.
Patienten 2025 nach Art

Im vergangenen Jahr wurden in der Greifvogelstation 364 Vögel gepflegt. Das ist der zweithöchste Wert in der fast 70-jährigen Geschichte der Station. Die 124 Mäusebussarde waren die häufigsten Patienten, gefolgt von 111 Turmfalken. Zusammen machten die beiden Arten zwei Drittel der behandelten Tiere aus. Auf der anderen Seite der Skala stehen Steinkauz, Rohrweihe und Habicht, von denen je nur ein Individuum 2025 in die Greifvogelstation gebracht wurde.
Welche Verletzungen hatten die Patienten 2025?

Die Gründe für die Behandlung geben ein bekanntes Bild ab. Die meisten Patienten werden mit einem Trauma eingeliefert (31 %), häufig infolge einer Kollision. Jungvögel, die aus dem Nest gefallen sind oder einen gescheiterten Flugversuch hinter sich haben (26 %), sorgen in den Sommermonaten für Hochbetrieb in der Station. In der kalten Jahreszeit überwiegt Schwäche als Behandlungsgrund (27 %), weil die Greifvögel zu wenig Nahrung finden und schnell Energie verlieren. Brüche (8.5 %) und das Verfangen in Räumen oder Hindernissen machen (19 %) den verbleibenden kleinen Teil der Behandlungsgründe aus.
Mittelwert der Patientenbelegung 2015 bis 2025

Die verschiedenen Behandlungsgründe zeichnen auch diese auffällige Kurve der Auslastung über den Jahresverlauf. Die Sommermonate mit den vielen Jungvögeln bringt die Station an ihre Kapazitätsgrenzen, während es im Frühling und im Herbst eher ruhig ist. Im Winter kommen viele Hungervögel in die Station und lassen die Kurve wieder leicht ansteigen. Bis Ende Januar wurden etwas mehr als 20 Hungervögel zu uns gebracht. Wir hoffen, dass diese Kurve dieses Jahr nicht allzu hoch ansteigt.
