Winterhilfe für unsere Greifvögel

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Der Winter zeigt sich von seiner rauen Seite: Nässe, wechselhaftes und stürmisches Wetter setzen unseren Greifvögeln stark zu. Jetzt kommen viele geschwächte Greifvögel in die Greifvogelstation Berg am Irchel. Es erfordert viel Geduld und Erfahrung, die Patienten bei der täglichen sorgfältigen Kontrolle aufzufüttern.

Winterhilfe für unsere Greifvögel

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Der Winter zeigt sich von seiner rauen Seite: Nässe, wechselhaftes und stürmisches Wetter setzen unseren Greifvögeln stark zu. Jetzt kommen viele geschwächte Greifvögel in die Greifvogelstation Berg am Irchel. Es erfordert viel Geduld und Erfahrung, die Patienten bei der täglichen sorgfältigen Kontrolle aufzufüttern.

Greifvögel sind zwar unter ihrem Federkleid gegen die Kälte geschützt, doch die Nahrungssuche wird bei gefrorenem Boden schwierig. Schon nach wenigen Tagen ohne Nahrung schwinden Kraft und Muskelmasse und viele Greifvögel werden erschöpft am Boden gefunden. Bei uns erhalten sie die dringend benötigte Nahrung, Wärme und Pflege.

Der Turmfalke zeigte deutliche Merkmale eines Hungervogels, als er zu uns in die Greifvogelstation kam.

Wie wir die Hungervögel aufpäppeln

Einen Hungervogel erkennt man daran, dass sein Federkleid aufgeplustert ist, die Muskulatur an der Brust sich zurückgebildet hat und er sich apathisch verhält. Es erfordert einiges an Erfahrung, die Notfütterung mit einer Dosierspritze (ohne Nadel) in den Kropf eines sehr geschwächten Greifvogels präzise zu setzen.

Wenn ein Vogel zu geschwächt ist, um die Nahrung selber aufzunehmen, wird er zuerst mit einer Nährlösung gefüttert.

Wenn sie sich selbst auf den Beinen halten können, bieten wir möglichst fein geschnittenes Futter an. Denn Ballaststoffe wie etwa das Fell von kleinen Nagetieren sind für den geschwächten Organismus zu schwer zum Verdauen. Das Futter muss möglichst hochwertig und leicht verdaulich sein und kontinuierlich angeboten werden. Die Zubereitung des Fleisches ist aufwändig, denn Fell und Federn der Futtertiere müssen entfernt und kleine, leicht aufnehmbare Stücke zubereitet werden. Die Kunst ist es, die Patienten auf keinen Fall zu schnell aufzufüttern. Sonst wird ihr Verdauungsapparat überfordert und braucht zu viel Energie.

Hier wird versucht, ob der Bussard das fein zerkleinerte Fleisch selber nimmt.

In einigen Tagen sollte der Patient seine Kräfte wieder finden und selber fressen können. Weil Greifvögel ihre Muskulatur vor allem über Nahrungsaufnahme aufbauen , lässt sich bei der täglichen sorgfältigen Kontrolle der Zustand der Brustmuskulatur erfühlen. Die Gewichtskontrolle und ihre Wehrhaftigkeit sind weitere Indikatoren zur Beurteilung ihres Allgemeinzustandes. Wenn die Patienten ihr Idealgewicht erreicht haben, verlassen sie die Intensivstation und können bald darauf freigelassen werden.

Alle Patienten durchlaufen verschiedene Tests: Hier wird festgestellt, ob ein Wirbelsäulentrauma vorliegt.

Meine Spende für Umweltbildung, Artenschutz und bedrohte Lebensräume
Freibetrag CHF
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