26 junge Habichtskäuze – wie viele kommen 2026 dazu?

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Vor wenigen Tagen hat das Weibchen unseres Habichtskauz-Zuchtpaares drei Eier gelegt. Wenn alles gut geht, können wir wiederum einige Junge zum Wiederansiedlungsprojekt in Österreich beisteuern. Wir schauen auf zehn Jahre erfolgreiche Projektteilnahme zurück.

26 junge Habichtskäuze – wie viele kommen 2026 dazu?

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Vor wenigen Tagen hat das Weibchen unseres Habichtskauz-Zuchtpaares drei Eier gelegt. Wenn alles gut geht, können wir wiederum einige Junge zum Wiederansiedlungsprojekt in Österreich beisteuern. Wir schauen auf zehn Jahre erfolgreiche Projektteilnahme zurück.

Seit 2016 nimmt die Greifvogelstation Berg am Irchel am Wiederansiedlungsprojekt der bei uns nicht heimischen Habichtskäuze (strix uralensis) teil. Das Projekt der Universität Wien siedelt die Habichtskäuze seit 2009 im Biosphärenpark Wienerwald und in Zentralösterreich an. Ihr Lebensraum ist Nadelwald und lichter Buchenmischwald mit offenen Strukturen. Ziel ist es, mit der Schaffung einer neuen Population den Arten-Korridor zwischen Nordeuropa und Osteuropa zu schliessen.

Der Kartenausschnitt von Österreich zeigt in hellgrün die beiden Auswilderungsgebiete Wienerwald (rechts) und Zentralösterreich (Mitte). Die beiden Gebiete sollen die weiteren Populationen (in rot) als Trittstein verbinden.

Unser Männchen Strixi wurde uns 2016 vom Zoo Magdeburg übergeben. Aber noch fehlte ein passendes Weibchen. Nach intensiver Suche konnte Andi Lischke, Programmleiter der Greifvogelstation, ein Weibchen aus dem Zuchtzentrum Haringsee finden, das sofort mit unserem Männchen harmonisierte. Seither leben Strixi und Sidra in der Voliere, die sich seitlich der Greifvogelstation in Berg am Irchel befindet. Seit 2017 brüten die Habichtskäuze in einer Naturhöhle in ihrer für Besuchende frei zugänglichen Voliere. Jedes Jahr schlüpften nach rund 28 bis 32 Tagen Brutzeit zwischen ein und fünf Junge, die nach 100 Tagen selbständig wurden und bereit für die Auswilderung waren.

Das diesjährige Gelege: Die Nestkamera ermöglicht jederzeit den Blick in die Bruthöhle, die das Weibchen nur nachts verlässt.
Hier schauen zwei Habichtskauzküken erstmals aus der Bruthöhle.

Seit 2018 haben wir Nest- und Volierenkameras installiert, damit wir Aktivitäten wie die Balz und Paarung, die Eiablage sowie das Brutverhalten, den Schlupf und das Wachstum der Jungtiere aufzeichnen können. Besonders stolz sind wir, dass bis auf wenige Ausnahmejahre alle Jungtiere schlüpften und jeweils gesund aufwuchsen.

Die jungen Habichtskäuze von 2023.

In den zehn Jahren konnten wir insgesamt 26 Junge dem Wienerwald übergeben, fast 5 Prozent aller bisher ausgewilderten jungen Habichtskäuze des Projekts. Ein besonders glücklicher Umstand ist auch die Zusammenarbeit mit dem Schweizer Piloten Thomas Manser. Er konnte als Sponsor für das Projekt gewonnen werden. Seither fliegen die jungen Habichtskäuze im Privatjet nach Wien und bleiben dadurch von der beschwerlichen und riskanten 12-stündigen Autofahrt verschont.

Meine Spende für Umweltbildung, Artenschutz und bedrohte Lebensräume
Freibetrag CHF
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