Greifvögel nehmen Flüssigkeit über die Frischfleisch-Nahrung auf und ihr Gefieder schützt sie zuverlässig vor Hitze. Ist es aber über längere Zeit über 30 Grad warm, benötigen auch sie zusätzlich Wasser und suchen die Abkühlung in einem Wasserbad. Die Vögel können die Flüssigkeit mit dem Schnabel nicht aufsaugen. Deshalb schöpfen sie Wasser mit dem unteren Schnabel und lassen es dann die Kehle hinunterlaufen. Auch in der Greifvogelstation bieten wir Bademöglichkeiten an.

Die Situation verschärft sich, wenn sich die Kleinsäugetiere wie Mäuse und Reptilien in den Boden verkriechen und dort die heissesten Tage ausharren. Dann hungern die Greifvögel. Man erkennt einen überhitzten Greifvogel am starken Hecheln, denn er kann nicht schwitzen und kühlt sich über die Zunge.
Wenn Sie einen erschöpften Vogel finden, sollten sie ihm aber auf keinen Fall Wasser einflössen. Es kann in die Luftröhre gelangen und es besteht Erstickungsgefahr! Besser ist es, ihm Wasser anzubieten in einem flachen Gefäss. Er wird sich selber bedienen, wenn er Ruhe findet. Wichtig ist, dass sie darauf achten, dass das Vogelbad vor Katzen geschützt ist.