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Der Jahresbericht 2023 ist da!

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Seit bald dreissig Jahren engagieren sich unsere 27 Mitarbeitenden in der Schweiz und weitere 218 Mitarbeitende unserer langjährigen Umsetzungspartner in Indonesien mit viel Wissen und Herzblut für den Erhalt und den Schutz der Biodiversität und fördern den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur. Erfahren Sie im Jahresbericht 2023, wie wir dieses Ziel in unseren Programmen in Indonesien, in der Greifvogelstation Berg am Irchel und im Naturzentrum Thurauen im vergangenen Jahr umgesetzt haben!

Der Jahresbericht 2023 ist da!

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Seit bald dreissig Jahren engagieren sich unsere 27 Mitarbeitenden in der Schweiz und weitere 218 Mitarbeitende unserer langjährigen Umsetzungspartner in Indonesien mit viel Wissen und Herzblut für den Erhalt und den Schutz der Biodiversität und fördern den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur. Erfahren Sie im Jahresbericht 2023, wie wir dieses Ziel in unseren Programmen in Indonesien, in der Greifvogelstation Berg am Irchel und im Naturzentrum Thurauen im vergangenen Jahr umgesetzt haben!

Greifvogelstation Berg am Irchel

Wir erreichten erneut den langjährigen Pflegeerfolg von über 70 %. Wegen des trockenen Sommers nahmen wir im Juli aussergewöhnlich viele hungernde Jungvogel-Patienten in unserer Station auf. Dank der raschen und grosszügigen Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender konnten wir die meisten von ihnen retten. Das Team überarbeitete zudem die Umweltbildungsangebote für Schulklassen und passte sie an den Lehrplan 21 an.

Die Geschichte des nur eine Woche alten Schleiereulenkükens war eines der vielen kleinen Wunder im Alltag der Greifvogelstation. Das Kleine kam im Juni 2023 mit einer Ladung Heu von Frankreich in die Schweiz und wurde beim Abladen des Heus entdeckt. Es wurde zu uns in die Station gebracht, wo es innerhalb von drei Monaten zu einer stolzen und gesunden Schleiereule heranwuchs.

Naturzentrum Thurauen

Eine rekordhohe Anzahl Schulklassen mit insgesamt 2100 Schülern und Schülerinnen besuchte 2023 das Naturzentrum und unsere Angebote. Eine Praktikantin und ein Praktikant wurden umfassend in Umweltbildung ausgebildet. Im Juni fand in den Thurauen die 7. Junior-Ranger-Olympiade statt, an der über 200 Kinder aus der ganzen Schweiz teilnahmen. Das Team erarbeitete die Sonderausstellung «Wow, ein Eisvogel!», die wir Ende März 2024 eröffneten. Gleichzeitig wurde der Abenteuerweg Thurauen neu konzipiert und im Gebiet aufgebaut.

In der Dämmerung am Flussufer den verschiedenen Tierstimmen lauschen? Den Auenwald in der Nacht erkunden, Teichtiere erforschen und im Zelt übernachten? Schulklassen haben seit 2023 die Möglichkeit, während 24 Stunden mit dem Naturzentrum-Team in den Thurauen unterwegs zu sein. Die neuen Schulangebote ermöglichten vielen kleinen und grossen Besucherinnen und Besuchern unvergessliche Naturerlebnisse und sensibilisierten sie für die Wichtigkeit intakter Ökosysteme.
Ein Drittel aller Arten und die Hälfte der Lebensraumtypen der Schweiz sind gefährdet. Auen waren um 1850 noch weit verbreitet. Seither sind sie durch Gewässerkorrekturen, Verbauungen und Nutzungs-intensivierung stark unter Druck geraten. Dabei führt die Wirkung des Wassers in Auenlandschaften zu einer hohen Vielfalt von Lebensräumen auf kleiner Fläche. Entsprechend sind Auen sehr artenreich – und ihr Schutz ist für die Biodiversität von grosser Bedeutung. Wir setzen uns aktiv für das grösste Auenschutzgebiet des Mittellandes ein.

Naturschutzprogramme in Indonesien

In der Auffang- und Pflegestation auf Sumatra kümmerten wir uns im vergangenen Jahr um rund 60 Orang-Utans. Sechs der acht beeinträchtigten Orang-Utans in unserer Obhut konnten ihre neue Heimat im Orangutan Haven beziehen und fühlen sich auf ihren Inseln sehr wohl. Zusammen mit unseren Partnern setzten wir verschiedene Sensibilisierungsmassnahmen zur Verminderung von Mensch-Tier-Konflikten in betroffenen Dorfgemeinschaften um.

Mit unseren lokalen Partnern überwachen wir mit Hilfe von Drohnen, Satellitenbildern und Ranger-Patrouillen das Leuser-Ökosystem – das letzte Habitat diverser bedrohter Tierarten wie der Sumatra-Orang-Utan, -Tiger, -Nashorn und -Elefant.
Anstatt die Tiere mit Luftgewehren zu vertreiben oder zu verletzen, installieren die Bewohner eines Dorfes am Rande des Regenwaldes Zinkplatten, um ihre wertvollen Durian-Bäume vor hungrigen Orang-Utans zu schützen.
Ernanda, ein Mitarbeiter von YEL, und die Imkerin Nurlizawati beim Abfüllen des frisch geernteten Trigona-Bienenhonigs. Durch den Aufbau der Honigkooperativen generieren die lokalen Dorfbewohnerinnen ein Zusatzeinkommen. Illegale Eingriffe in den lokalen Regenwald und Wilderei werden dadurch reduziert und die Anwohnerinnen werden für die Bedürfnisse der Wildtiere, wie Orang-Utans, sensibilisiert.
Ein Siamang im Blätterdach des Leuser-Ökosystems – beobachtet von einem Mitarbeiter der Forschungsstation Sikundur. Die systematische und langjährige Erfassung der Biodiversität ausgesuchter Regenwaldgebiete und von Verhaltensdaten der Orang-Utans ermöglicht die Entwicklung griffiger Strategien zum Schutz vieler vom Aussterben bedrohter Tierarten.
Tierpflegerin Selviana kümmert sich um das Orang-Utan-Jungtier Brenda in der Auffang- und Pflegestation. Sobald der Neuankömmling physisch und psychisch stabil genug ist, wird er in eine Orang-Utan-Gruppe integriert und kann in der täglich durchgeführten Regenwaldschule seine Fähigkeiten für ein zukünftiges Leben im Regenwald aufbauen.
Der blinde Orang-Utan Leuser war der erste Kandidat, der seine Insel im Orangutan Haven bezogen hat. Er hat sich schnell eingelebt und verhält sich bereits wie ein freilebender Orang-Utan. Es ist ihm auf den ersten Blick anzusehen, dass er sich in der neuen, gitterlosen Umgebung wohl fühlt – auch bei Besuch von Schulklassen.
Der Bauer Pak Makusum und die Bäuerin Ibu Paeni wurden als Partner des PPLH Seloliman in Biolandwirtschaft ausgebildet und ernten hier Bio-Chilis für den Vertrieb unter dem Bio-Gemüse-Label MUTHOS. Mit der Ausbildung von Partner-Bauern werden die lokalen Dorfgemeinschaften für Nachhaltigkeit sensibilisiert und nachhaltige Einkommensquellen geschaffen.

2023 in Kürze

Nicht alle Ereignisse eines Jahres schaffen es in den Jahresbericht, sind aber genauso wichtig. Wenn Sie nichts verpassen möchten, abonnieren Sie am besten einen unserer Kanäle in den sozialen Medien. Wir haben einen Rückblick zu unseren Beiträgen auf Instagram, Facebook und X vom vergangenen Jahr für Sie zusammengestellt. Viel Vergnügen beim Lesen!

Meine Spende für Umweltbildung, Artenschutz und bedrohte Lebensräume
Freibetrag CHF
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