Ganzheitlicher Naturschutz

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Nachhaltige Entwicklung
Wussten Sie, dass wir nicht nur verletzte Greifvögel und Eulen pflegen, sondern auch verschiedene Projekte im Bereich Praktischer Naturschutz umsetzen und uns an Organisationsübergreifenden Initiativen beteiligen? Ein kleiner Teich gleich neben der Station ist ein Beispiel davon.

Klein aber wichtig

Der kleine Teich hinter der Greifvogelstation Berg am Irchel scheint beinahe irrelevant in Anbetracht der weiteren Naturschutzprojekte von PanEco, von den Thurauen bis hin zu den Regenwaldschutzgebieten auf Sumatra. Doch es steckt mehr dahinter als man auf den ersten Blick sieht. Mithilfe grüner Inseln werden ökologisch wertvolle Flächen miteinander vernetzt und damit wird der Fragmentierung der Lebensräume entgegengewirkt.

Fragmentierung der Lebensräume als Gefahr

Von einer Fragmentierung spricht man, wenn artenreiche Lebensräume durch Strassen, intensive Landwirtschaftsflächen oder Siedlungsgebiete räumlich voneinander getrennt sind. Diese Trennung verhindert, dass Individuen von einem Biotop zu einem anderen migrieren können. Für stabile Tier- und Pflanzen-Bestände ist dies aber essentiell, da sich so Lebewesen von unterschiedlichen Populationen fortpflanzen und einen gesunden Genpool sicherstellen können. Kleinere und grössere naturnahe Flächen, sogenannte biologische Trittsteine, die über industriell genutzte Flächen verteilt sind, können dafür sorgen, dass Tiere wie zum Beispiel Amphibien andere Biotope erreichen können.

Teich als verbindendes Element

Der kleine Teich im Garten der Greifvogelstation Berg am Irchel ist also Teil eines Netzwerkes von vielen grünen Oasen, die sich in Gärten, zwischen Feldern und an Gewässern durch das ganze Mittelland ziehen. So können fragmentierte Lebensräume wieder vernetzt und ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Biodiversität in der Region geleistet werden.

Ein Zuhause für viele

Das Feuchtbiotop wurde im Rahmen des Projekts 100xZüriNatur, das von BirdLife Zürich initiiert worden ist, von Freiwilligen und Mitarbeitenden der Greifvogelstation und des BungertHofs im Jahr 2016 ausgehoben. Es bietet inzwischen ein Zuhause für viele Amphibien-, Insekten-, Reptilien- und Säugetierarten sowie für kleine Fische. So konnten bereits Bergmolche, Grasfrösche, viele verschiedene Libellenarten sowie Blindschleichen am Ufer beobachtet werden. Selbst dem unverwechselbaren Ruf des Laubfrosches kann man im Frühling lauschen und mit viel Glück wird man Zeuge einer Ringelnatter die auf den Steinen am Teich ihr Sonnenbad nimmt. Auf dem Gartenzaun und den Ästen neben dem Teich wurden auch schon Eisvogel und Wiedehopf gesichtet.

Was wir sonst noch so tun für den Naturschutz

Die vielen, zum Teil seltenen Tierarten zeugen vom Wert dieses Feuchtbiotops, der anliegenden Trockenmauer und dem Geäst am Ufer. Sie sind auch ein Hinweis darauf, dass sich unsere weiteren Projekte in Sachen Artenschutz lohnen. Überall um die Station sind Nisthilfen für seltene Vögel wie Wiedehopf, Wendehals und Steinkauz angebracht. Mit Hilfe von akustischen Attrappen sollen die Vögel zudem zu den sicheren Nistplätzen gelockt werden. Das Beispiel unseres Feuchtbiotops verdeutlicht, weshalb bereits kleine Tümpel, Trockenmauern, Hecken und unbewirtschaftete Grasflächen sowie Nisthilfen im Garten oder an der Hauswand einen grossen Nutzen für die Biodiversität der Schweiz leisten können.

Meine Spende für Umweltbildung, Artenschutz und bedrohte Lebensräume
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