Gut betreut

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Orang-Utan-Schutz
Vom Tag ihres Eintritts bis zum Tag ihrer Freilassung: Die Orang-Utans der Auffang- und Pflegestation werden über die ganze Zeit tierärztlich betreut. Dabei durchlaufen sie einen standardisierten Prozess.

1. Medizinische Untersuchung vor der Quarantäne

Um sicherzustellen, dass eingelieferte Orang-Utans keine Krankheiten in die Auffang- und Pflegestation bringen, verbringt jedes neue Tier eine dreimonatige Quarantänephase, die sie isoliert von den anderen Orang-Utans verbringen. Davor wird eine aufwändige Eintrittsuntersuchung durchgeführt. Dazu wird der gesamte Körper auf Wunden und Verletzungen untersucht, es werden Stuhl und Luftröhrenproben entnommen, um sie auf Parasiten, Viren und Bakterien zu untersuchen und das Blut wird untersucht. In den letzten Jahren kam noch ein Covid-19-Test dazu.

2. Medizinische Untersuchung nach der Quarantäne

Nach Ablauf der dreimonatigen Quarantäne wird die Untersuchung wiederholt, um sicherzugehen, dass die Orang-Utans ganz gesund sind. Sind die Resultate positiv, so werden die Tiere vergesellschaftet. Die allermeisten Orang-Utans leben in der Auffang- und Pflegestation zu mehreren zusammen in sogenannten Sozialisierungsgehegen. In der Gruppe lernen die meist jungen Tiere voneinander und treten in Interaktion zueinander. Deshalb besonders wichtig, dass keine ansteckenden Krankheiten in die Gruppe getragen werden.

3. Medizinische Untersuchung vor der Entlassung

Bevor die Orang-Utans wiederangesiedelt werden, stehen die letzten medizinischen Untersuchungen an. Ist der Orang-Utan fit für ein Leben in Freiheit? Kann diese Frage mit einem klaren Ja beantwortet werden, bereiten wir die Tiere für den Transport in eine unserer Auswilderungsstationen vor.

4. Jährliche Routineuntersuchung

Jeweils im ersten Halbjahr wird die Untersuchung bei den stationären Patienten wiederholt. So werden die Orang-Utans, die sich in dauerhafter Pflege befinden, standardmässig jährlich auf Herz und Nieren geprüft.

Alle medizinischen Untersuchungen können in der eigens dafür eingerichteten Klinik auf dem Gelände der Auffang- und Pflegestation durchgeführt werden. Zwei indonesische Tierärztinnen sorgen in der Station für die Gesundheit der Tiere. Sollte spezialisiertes Expert*innenwissen nötig sein, werden externe Ärzt*innen zur Hilfe beigezogen. Nebst den standardisierten Untersuchungen werden alle Orang-Utans während des ganzen Aufenthalts in unserer Station von den Tierpflegenden gut beobachtet. Zeigt ein Tier Auffälligkeiten, so kann direkt reagiert werden.

Orang-Utan Hope wurde direkt nach ihrem Eintritt in die Auffang- und Pflegestation operiert.
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