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Orangutan Haven

Das oberste Ziel des Orang-Utan-Schutzprogramms ist es, neue selbsttragende Orang-Utan-Populationen aufzubauen, die in geschützten Regenwäldern selbstständig leben. Einige Orang-Utans in unserer Obhut können jedoch aufgrund ihres gesundheitlichen Zustands oder ihrer zu langen Gefangenschaft nicht mehr ausgewildert werden. Für diese Tiere bauen wir eine würdige, tiergerechte Umgebung. Ihr neues Zuhause werden die Inseln des Umweltbildungsprojekt Orangutan Haven sein. Auf den Inseln werden die Orang-Utans einen würdigen und möglichst artgerechten Lebensabend verbringen können. Gleichzeitig werden sie dort Botschafter für ihre Art sein und Besucherinnen und Besuchern veranschaulichen, wie wertvoll und schützenswert die Orang-Utans und der Regenwald auf Sumatra sind.

Hauptziele des Orangutan Havens

  • Orang-Utans, die nicht mehr ausgewildert werden können, in einer qualitativ hochwertigen, natürlichen Umgebung ein artgerechtes Leben bieten
  • Die Öffentlichkeit über die Notlage der frei lebenden Orang-Utans und anderer Arten informieren und sensibilisieren
  • Schwerpunkt Umweltbildung: Interessierten Gruppen Themen wie Lebensraumschutz, die Bedeutung der natürlichen Umwelt, Tierhandel und nachhaltige Entwicklung näher bringen

Projektentwicklung

Phase 1 (bis 2021): Fertigstellung der Inseln und der Infrastruktur für den Betrieb der Insel-Anlage und Gruppenaktivitäten zum Thema Umweltbildung.

Die meisten Projekte dieser ersten Phase sollen bis Ende des Jahres 2021 abgeschlossen sein. Einige Teilprojekte sind noch in Arbeit (z.B. die Eco-Trails) oder in der Planungsphase (z.B. Restaurant und Rainforest Centre).

Wassergräben

Die Wassergräben und drei Dämme stellen eine funktionierende Wasserzirkulation zwischen den Inseln sicher. Das biologische Filterungssystem sorgt für sauberes Wasser.

Zusätzliche Sicherheitsbegrenzung

Orang-Utans sind wasserscheu. Die Wassergräben wirken also wie natürliche Barrieren. Wir bringen zur Sicherheit einen zusätzlichen Elektrozauns im Abstand von einem Meter von der Insel an.

Ausgestaltung der Inseln

Auf jeder Insel verankern wir im Boden Metall-Stangen, an denen Holz- und Bambusstämme zum Klettern festgemacht werden. Seile, Netze und Körbe machen die Infrastruktur für die Tiere noch attraktiver und Bäume dienen als Schattenspender.

Orang-Utan-Häuser

Jedes der vier Orang-Utan-Häuser ist mit einer bis vier Inseln verbunden. Über eine Bambusbrücke können die Orang-Utans den Wassergraben überqueren und zu «ihrem» Hausteil gelangen. Die Fütterung findet immer im Haus statt. So sind die Tiere regelmässig im Innern und können bei Bedarf auf gesundheitliche Probleme untersucht und behandelt werden.

Tierpfleger-Depot

Das Tierpfleger-Depot dient als Lagerungsort für Futter, für die Kompostierung und als Unterbringungsort für eine Toilette sowie Waschmöglichkeiten für die Tierpfleger*innen.

Veterinärmedizinische Klinik

Das Klinikgebäude befindet sich in der Nähe der Orang-Utan-Inseln. Die Klinik dient der medizinischen Versorgung der Orang-Utans und es kann dort auch Erste Hilfe geleistet werden bei Notfällen von Besuchenden und Mitarbeitenden. Dieser Bereich ist für die Öffentlichkeit gesperrt, um sicherzustellen, dass verletzte oder kranke Tiere ungestört sind.

Kantine

Neben der Klinik befindet sich ein Aufenthaltsraum inklusive Kantine für die Mitarbeitenden.

Elektrische Versorgung

Wir erstellen ein Energiekonzept. Die elektrische Versorgungen wird aus verlässlichen erneuerbaren Energien, wie Photovoltaik und Wasserkraft, gespiesen.

Sicherheit

Ein Zaun – mehrheitlich aus stachligen Heckenpflanzen – sichert den Orangutan Haven ab. Zusätzlich überwachen Sicherheitsleute das Gebiet. Für sie bauen wir ein Wachhäuschen und bringen Überwachungskameras an.

Hygiene

Insgesamt werden vier separate Toiletten-Einheiten und sieben in Gebäuden integrierte Toiletten gebaut. In der ersten Phase stehen der Bau einer zentralen Toiletten-Einheit und die in das Restaurant und das Eco-Farming-Gebäude integrierten Toiletten an.

Strasse

Wir stellen die Hauptzufahrtstrasse zwischen Parkplatz und Inseln und rund um die Inseln sicher und bringen Nebenstrassen zur Anbindung von Gebäuden, wie der Klinik, an. Bei steilem Gelände werden die Hänge neben der Strasse mit Sicherungsnetzen aus Bambus-Fasern und dem Pflanzen mit Vetiver-Gras gesichert.

Eco-Farming Centre

Das ganze Gelände des Orangutan Havens bietet viel Potential, um den Anbau von Gemüse und Früchte in nachhaltiger und traditioneller Anbauweise zu zeigen und praktizieren.Um dies zu unterstützen, haben wir ein Eco-Farming-Gebäude errichtet sowie eine Gärtnerei mit eingebautem Regenwasser-Fassungssystem. Zudem haben wir einen grossen Obst- und Gemüsegarten angelegt

Zuchtstation für bedrohte Vögel Sumatras

Auf Sumatra sind zahlreiche Vögel vom Aussterben bedroht. Im Auftrag des Weltzooverbands errichten wir eine Zuchtstation für die bedrohten Tiere und tragen damit zum Arterhalt auf Sumatra bei.

Restaurant

Wir errichten ein Restaurant, welches mit Gerichten aus der Region für das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher sorgt. Die Zutaten dazu wachsen zu einem grossen Teil im hauseigenen Eco-Farming Centre.

Bambus-Brücke

Eine Bambus-Brücke, die vom Parkplatz auf das Gelände des Orangutan Havens führt, ist das Wahrzeichen des Geländes. Das charakteristische Bauwerk zeigt, was alles mit dem inzwischen vergessen gegangenen aber sehr nachhaltigen Baustoff Bambus gebaut werden kann.

Eco-Trails

Individuelle Besucher*innen können den Orangutan Haven in Zukunft auf Eco-Trails durchstreifen und vieles zu Nachhaltigkeitsthemen und zum Orang-Utan lernen. Wir konzipieren die Trails und legen sie an.

Rainforest Centre

Das Rainforest Centre wird eine Ausstellung beherbergen und der zentrale Treffpunkt für Besuchende sein – mit Seminar- und Konferenzeinrichtungen und verschiedenen zusätzlichen Dienstleistungen.

Phase 2–4 (ab 2022): Errichtung und Inbetriebnahme von Besucher-, Schüler- und Forschungszentrum und einer Anlage für Flughunde.

Das zentrale Besucherzentrum «Rainforest Centre» – mit Info Point und grosser interaktiver Ausstellung – wird eröffnet werden. Das Schülerzentrum «Forest School», eine Forschungsstation zur Unterstützung der wissenschaftlichen Erforschung des Regenwalds, ein Camping-Bereich, eine Gehege für die vom Aussterben bedrohten Flughunde und ein Aussichtsturm zum Beobachten von Vögeln werden später dazukommen. Bau und Fertigstellung sind in unterschiedliche Phasen eingeteilt, da sie abhängig von künftigen Geldzuflüssen sind, wobei Planung und Fundraising fortlaufend erfolgen.