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UHU «PAULA» MIT GPS-SENDER FREIGELASSEN «Paula» in der Greifvogelstation Berg am Irchel. Full view

UHU «PAULA» MIT GPS-SENDER FREIGELASSEN

Zum ersten Mal wurde in der Greifvogelstation Berg am Irchel ein Vogel besendert. Dieser erste Versuch soll den Weg für weitere Besenderungen ebnen, damit die Greifvogelstation Berg am Irchel nachverfolgen kann, was mit ihren Patienten nach der Freilassung passiert.

Anfangs Juli wurde schon zum dritten Mal dieses Jahr ein Uhu in die Greifvogelstation Berg am Irchel eingeliefert. Der weibliche Jungvogel «Paula» wurde in Schaffhausen flugunfähig am Boden aufgefunden. Nachdem er aufgepäppelt und ausgewachsen war, wurde es Zeit für die Freilassung. Seit langem möchte die Greifvogelstation Berg am Irchel untersuchen, was nach der Freilassung ihrer Patienten passiert um den effektiven Erfolg ihrer Arbeit besser einschätzen zu können. Dieses Jahr war es dann endlich soweit: Mit der Unterstützung von Dr. K. Safi, einem Verhaltensbiologen am Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Radolfzell, wurde «Paula» am 23.9.2020 besendert.

Bei einer Besenderung wird ein leichter Sender mit speziellen Gurten auf den Rücken eines Vogels festgebunden. Dieser Sender sendet regelmässig Signale mit dem aktuellen Standort des Vogels. Somit können Schlüsse über den Zug und das Verhalten des Tieres gezogen werden. Uns interessierte beim ersten Versuch vorallem, wie sich der Uhu in der Freiheit einrichtet und in welche Richtung er abwandert. Deshalb wurde für die Gurte ein Material verwendet, welches sich nach etwa einem Monat auflöst. Der Sender fällt zu Boden. So kann Tier sein Leben normal ohne Einschränkungen weiterführen. Per GPS kann der heruntergefallene Sender geortet und zurückgeholt werden.

Paula hat zuerst ein paar Tage am Ort ihrer Freilassung im Gebiet Irchel verbracht hat und ist dann Richtung Bülach weiter gezogen. Aus dieser ersten Erfahrung mit der Besenderung eines Patienten konnte das Greifvogelstation-Team viel lernen. Weitere Besenderungen sollen mit Unterstützung von erfahrenen Wissenschaftlern folgen, dies mit dem Ziel, dass wir unsere Arbeit zum Schutz und Pflege verletzter Greifvögel und Eulen noch effektiver ausgestalten können.

> Im Januar wurde schon einmal ein Uhu eingeliefert: News
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